Ärger nach dem Dreh
Nicht jeder Betrieb ist nach der Sendung dankbar. Hier steht, was Wirte und Köche später öffentlich über Rosins Restaurants gesagt haben, jeweils mit Quelle. Es sind ihre Aussagen, keine Feststellungen des Rosin Archivs.
- GeöffnetLanggöns-Oberkleen, Hessen · 2022
Gasthaus Schütz: „Die haben uns gegängelt“
Eine Woche nach der Ausstrahlung sagte die Wirtin der Gießener Allgemeinen, sie bereue die Teilnahme. Die Eskalation und den Abbruch hätten nach ihrem Eindruck die Macher geplant: „Die haben uns gegängelt, um uns zu provozieren.“ Ihr Mann sei wie ein Schulbub vorgeführt worden. Der Wirt sagte dem Gießener Anzeiger, Rosin habe ihn von Anfang an auf dem Kieker gehabt, und nannte die empfohlenen Gerichte die größten Ladenhüter. Noch einmal mitmachen würden die beiden laut eigener Aussage auf gar keinen Fall.
Reaktion: Rosin sagte schon in der Folge, die Wahrnehmung des Aufeinandertreffens sei sehr verschieden.
Gießener Allgemeine, 23.10.2022 ↗ · Gießener Anzeiger, 14.10.2022 ↗
- GeschlossenSolingen, Nordrhein-Westfalen · 2017
Burgerteufel: „Keinen einzigen sinnvollen Tipp“
Nach der Ausstrahlung sagte der Inhaber laut Solinger Tageblatt, die Teilnahme sei von Anfang an eine schlechte Idee gewesen: „Ich habe von ihm keinen einzigen sinnvollen Tipp bekommen.“ Rosin habe nur seine Show abziehen wollen. Außerdem behauptete er, das in der Sendung bemängelte Fleisch habe Rosin selbst mitgebracht. Später schwächte er seine Kritik auf Facebook ab: Man sei Rosin natürlich dankbar, Kritik solle aber sachlich bleiben.
Reaktion: Rosin sagte laut Express, es gebe immer eine Phase, in der die Leute anfingen, ihn zu hassen, am Ende seien sie aber sehr dankbar für die Unterstützung.
Solinger Tageblatt, 13.01.2017 (Archiv) ↗ · Tageskarte, 12.01.2017 ↗
- GeschlossenDortmund, Nordrhein-Westfalen · 2018
Trattoria Nonna Concetta: „Es geht nur um die Quote“
Noch vor der Ausstrahlung sagte der Inhaber zu Ruhr24, er sei enttäuscht. Rosin trete hinter der Kamera anders auf als davor, er selbst habe sich drei Tage lang vor der Kamera verhauen lassen: „Es geht nur um die Zuschauer, um die Quote.“ Ein angekündigtes gemeinsames Kochen für einen guten Zweck habe nie stattgefunden.
Reaktion: Rosin sagte laut Tageskarte, es klappe eben nicht immer. Es reiche nicht, an einem Tag einen Frikadellenschein zu machen und dann eine Gaststätte zu eröffnen.
- GeschlossenFulda, Hessen · 2015
Academica: „Vieles wird gespielt“
Ein halbes Jahr nach der Ausstrahlung sagte der Inhaber zu Osthessen News, er würde das nicht noch einmal machen: „Man muss sich für das Fernsehformat verkaufen, sich darstellen, wie man nicht ist. Vieles wird gespielt, damit es fernsehtauglich ist.“ Die neue Speisekarte habe eine Woche gehalten, weil Stammgäste sich beschwert hätten. Schnitzel, Burger und Pizza kamen zurück. Positiv nannte er den großen Andrang direkt nach der Sendung.
- GeöffnetTreuchtlingen, Bayern · 2025
Wallmüllerstuben: Stammgäste vermissen das spanische Essen
Nach der Umstellung auf fränkische Küche sei die Kundschaft noch einmal merklich zurückgegangen, sagte der Inhaber inFranken.de: „Die Leute vermissen das spanische Essen.“ Tapas, Paella und Steaks kamen teilweise zurück. Bereuen würde er die Teilnahme laut t-online aber nicht: Man sei gut beraten worden, nur sei nicht bedacht worden, dass Stammkunden ihre gewohnten Gerichte behalten wollen.
- GeschlossenWeiden in der Oberpfalz, Bayern · 2024
Star Blue Kitchen: Mehr Kochkunst gewünscht
Nach einem Shitstorm im Netz äußerte sich der Inhaber laut Weiden24 noch einmal. Die günstige Technik vom TV-Team brauche er eigentlich nicht, undankbar wirken wolle er aber nicht. Er hätte sich gewünscht, dass Rosin ihm mehr Kochkunst zeigt, etwa ein Gericht oder eine Soße à la Rosin. Inzwischen verstehe er, dass das nicht zum Konzept der Sendung gehört.
- GeschlossenOsnabrück, Niedersachsen · 2017
Manolo: „Fake!“
Jahre nach dem Dreh blickte der damalige Koch des Lokals in der Neuen Osnabrücker Zeitung zurück. Der Artikel erschien unter der Überschrift „‚Fake!‘ – Wie ein Osnabrücker Koch den Dreh mit Frank Rosin erlebte“ und spricht von seiner Leidenszeit mit Rosin.
Wie eine Folge entsteht
Schon 2010 berichtete die FAZ, Teilnehmer hätten erzählt, Streitszenen seien kameratauglich nachgestellt worden. Zitieren lassen wollte sich damals niemand, weil der Vertrag der ersten Produktionsfirma Interviews bis ein halbes Jahr nach der Ausstrahlung untersagt habe. Kabel Eins erklärte 2025, aus mehreren Drehtagen entstünden rund 90 Minuten Sendung: „Dass hier Geschehnisse verkürzt und komprimiert dargestellt werden, ist eine bekannte und übliche Vorgehensweise bei Fernsehproduktionen.“
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